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Kosmetikerinnung - Sitzung 2020

Zeitungsartikel

Aus der Stadt

Handwerkskammer Kosmetiker gründen eigene Innung in Hannover

Rund 1000 Kosmetikstudios gibt es im Kammerbezirk der Handwerkskammer Hannover – doch bisher keine eigene Innung. 13 Kosmetikerinnen haben das nun geändert.

 

 

Gründen eine Kosmetikerinnung: Kosmetikerin Franziska Fischer (vorne von links), Auszubildende Iman Seven, Kosmetikermeisterin Joanna Gramm und Kosmetikerin Joanna Mikluschka zusammen mit den Unterstützern Frank Baumeister (hinten von links), Christian Rimpler und Daniel Hofmann. Quelle: Moritz Frankenberg

Hannover

13 Kosmetikerinnen haben am Montag eine eigene Kosmetikerinnung für Hannover und Umland gegründet. Ein Obermeister der Innung wird bei der kommenden Sitzung gewählt. Diese Gründung initiiert hat die Kosmetikermeisterin Joanna Gramm. „Friseure verfügen über eine Innung als Stimme ihres Handwerks, die ihre Interessen vertritt und sich für Qualität und den beruflichen Nachwuchs einsetzt“, sagt Gramm. Das wolle sie auch für ihre Branche darstellen, denn eine reine Innung für Kosmetiker gibt es in Niedersachsen bisher nicht. Meist vertrete eine Innung Friseure und Kosmetiker.

Bereits seit drei Jahren kämpft Gramm für ihr Ziel, unterstützt wird sie nun von der Handwerkskammer Hannover, die der Gründung der neuen Innung als Körperschaft des öffentlichen Rechts zugestimmt hat. „Von den 19.000 Handwerksbetrieben im Kammerbezirk Hannover sind rund 1000 Kosmetikbetriebe“, sagt Daniel Hofmann von der Handwerkskammer. Damit gebe es in Hannover fast so viele Kosmetikstudios wie Friseure, die Zahl sei in den vergangenen fünf Jahren stark angestiegen, so Gramm.

Drei weitere Kosmetikerinnen haben Gramm auf dem Weg bis zur Innungsgründung unterstützt: Franziska Fischer, Joanna Mikluschka und die Auszubildende Iman Seven. „Wir brauchen ein Netzwerk, um die Qualität zu sichern und unsere Berufsehre zu erhalten – sonst gehen wir unter“, sagt Fischer bei der ersten Infoveranstaltung am Montag. Besonders die Qualitätssicherung ist ihnen wichtig. Denn seit 2015 gibt es eine bundesweit einheitliche Meisterprüfungsverordnung. „Die staatlich anerkannte Ausbildung dauert zwei bis drei Jahre – trotzdem bilden viele Bildungsträger in ein paar Tagen oder Wochen aus“, sagt Gramm. „Aber den Beruf lernt man nicht in fünf Tagen.“ Daher wolle sie mit der Innung auch Kosmetikern mit Kurzzeitausbildung die Möglichkeit geben, sich weiterzubilden und für die Meisterprüfung zu qualifizieren. Außerdem werde die Innung prüfen, ob Studios Hygienestandards einhalten.

Von Johanna Stein

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